Sonntag, 19. März 2017

Nah am Wasser gebaut? Du bist nicht allein!

Du bist nah am Wasser gebaut? Dann haben wir etwas gemeinsam!

Immer, wenn es gerade am wenigsten passt, fangen die Tränen an zu fließen und sind nicht mehr zu stoppen. Dabei ist es völlig egal, ob die Situation einen "richtigen" Grund zum Weinen bietet. Das ist zum einen Interpretationssache. Oft finden wir es aber auch selbst unnötig - und ärgerlich! Aber das lässt sich nunmal nicht steuern. Ich zum Beispiel weine häufig, wenn ich wütend bin, während sich Traurigkeit bei mir eher in bissigen Reaktionen äußert. Das ist besonders nervig, wenn ich mich eigentlich gerne weiter konstruktiv streiten möchte, die Tränen aber jede Diskussion ersticken.

Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, leben vor allem nah am Wasser gebaute Menschen, die sich schminken, mit der ständigen Sorge, bei der nächsten Heulattacke ihr Make-up zu ruinieren. Das mag jetzt oberflächlich erscheinen, aber für mich hat mein sorgfältig aufgemaltes Gesicht viel mit Wohlbefinden zu tun. Und wenn ich den ganzen Tag mit Panda-Augen rumrennen muss und mich jede zweite Person fragt, warum ich denn geweint hätte, fühle ich mich ganz bestimmt nicht wohl. Aus diesem Grund möchte ich Dich - ob nun geschminkt oder nicht - an meinen persönlichen Strategien im Umgang mit der Tränenflut teilhaben lassen. Als erfahrene nah am Wasser gebaute Person habe ich nämlich schon so einige Tricks und Tipps erproben können. 😉

Nah am Wasser gebaut
Nicht jede*r hat so ein perfektes Pokerface.


Regel Nummer Eins: wasserfestes Make-up


Gut, das war naheliegend. Zwar befolge ich diese Regel nicht immer, aber wenn ich schon morgens feststelle, dass ich einen sensiblen Tag haben werde, greife ich sicherheitshalber zu den wasserfesten Varianten von Mascara und Eyeliner. Außerdem platziere ich ein Puder und vielleicht Concealer in meiner Handtasche, um im Fall der Fälle die Spuren ausbessern zu können. Du kannst natürlich auch einfach von Deinen geröteten Augen ablenken, indem Du einen auffälligen dunklen Lippenstift verwendest. Wähle dann aber lieber eine andere Farbe als Rot - die würde den Effekt der verweinten Augen noch verstärken. Ein Make-up-Trend, der uns nah am Wasser gebauten Menschen sehr gelegen kommen dürfte, ist das Aufmalen von #glittertears - ja, Tränen aus Glitzer! Ist das nicht schön?

Atmen. Zählen. Ablenken.


Der Moment ist gekommen und Du spürst, wie Dir die Tränen in die Augen steigen. Vielleicht bist Du gerade kritisiert worden, in ein Fettnäpfchen getreten (ich bin übrigens auch Fettnäpfchen-Expertin) oder hast irgendetwas Peinliches angestellt. Alles Situationen, in denen Du nicht auch noch weinen möchtest. Das ist die schwierigste Aufgabe für alle, die nah am Wasser gebaut sind: Die Tränen zu unterdrücken. Ich fange dann gleichzeitig an zu zittern und halte unbewusst die Luft an, was die Anspannung noch verstärkt. Deshalb ist mein Tipp, tief und langsam zu atmen und sich bewusst darauf zu konzentrieren. Zusätzlich dazu versuche ich in Gedanken auf mich einzureden: "Okay, das war schlimm/peinlich. Aber jetzt ist es vorbei. In ein paar Tagen wird sich niemand mehr dran erinnern. Wahrscheinlich finden es die anderen alle gar nicht so schlimm, wie ich selbst. Alles wird gut." Und dann zähle ich bis zehn. Manchmal auch bis hundert. Ablenkung ist sowieso immer das beste Mittel. Versuche, an etwas Schönes zu denken oder schau Dir Cat-Content an. Wenn es zu schlimm wird, hat jeder Raum eine Tür, durch die Du ihn verlassen kannst.

Es einfach laufen lassen


Das ist zum einen wieder ein Tipp für die Make-up-Träger*innen: Kommt es trotz aller vorbeugenden Maßnahmen zum Tränenausbruch, darfst Du Dir auf keinen Fall die Augen reiben! Wenn Du nichts verschmieren möchtest, lass es einfach laufen. Die Sturzbäche kannst Du mit einem Taschentuch vorsichtig von Deinen Wangen abtupfen. Ihre Spuren lassen sich leichter ausbessern, als ein dunkles ruiniertes Augen-Make-up und Dir sieht niemand an, dass Du geweint hast. - Und selbst wenn: Weinen ist eine völlig natürliche Tätigkeit, für die wir uns nicht schämen sollten! Warum muss es eigentlich eine schlechte Eigenschaft sein, nah am Wasser gebaut zu sein? Weil wir Gefühle haben, die sich manchmal ihren Weg nach außen bahnen? Gerade in kreativen Berufsfeldern wie den Medien ist Emotionalität doch wichtig. Wer sich nicht in andere Menschen und Situationen hineinfühlen kann, schreibt auch keine guten Texte.

Nah am Wasser gebaut
Ich hab das mit den Glitter Tears mal ausprobiert. Jetzt glitzert alles, was ich anfasse!


Bitte nicht anfassen!


Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber manche gut gemeinte Reaktion auf das Weinen macht es bei mir nur noch schlimmer: Wenn mich in einer solchen Situation jemand unvermittelt umarmt oder auch nur berührt, fließt noch mehr Salzwasser. Auch die berühmte Aussage "Nicht weinen!" bewirkt genau das Gegenteil. Je nach Situation kann auch das natürlich okay sein. Aber wenn jemand die Tränen offensichtlich schnell wieder in den Griff bekommen möchte, ist das möglicherweise nicht die hilfreichste Herangehensweise.

Nun aber genug geheult! Ich habe mir die Glitzertränen wieder abgewischt und möchte Dich nun fragen: Bist Du nah am Wasser gebaut? Was sind Deine Top-Tipps, um damit umzugehen?

💖💖💖

1 Kommentar:

  1. Ich weiß nicht, ob ich leicht am Wasser gebaut bin, ich würde mich eher als sehr Emotional bezeichnen, denn ich muss oftmals mitheulen, wenn andere heulen und das sogar nur, wenn es im Fernsehen ist. Und auch sonst bin ich schnell den Tränen nahe, wenn ich traurige Filme, Serien oder Berichte anschaue. Abseits davon habe ich aber gerade in Streit Situationen kein Problem damit mal den Tränen freien Lauf zu lassen. Ist mir vor Freunden und Familie nicht unangenehm und meist fühlt man sich auch viel besser, wenn man es einfach mal rauslässt. Somit finde ich gerne den Tipp von dir super.

    In der Öffentlichkeit weine ich aber nur im Kino, wenn die Filme dann mitreißend sind. Früher war mir das unangenehm, aber Filme sind ja auch dazu da Emotionen hervorzurufen und somit ist mir das mittlerweile egal. Deinen Tipp mit Ausatmen und sich innerlich zu beruhigen finde ich aber super. Das hilft ja in vielen Situationen, auch wenn man wütend ist oder nervös.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Dankeschön für das liebe Kompliment.
    Ja es ist definitiv viel Theorie und das ist wirklich nicht jedermanns Sache, aber gerade deshalb finde ich solche Einblicke wichtig, weil man das aus den Studienbeschreibungen auch recht schwer rauslesen kann. Mich stört es jetzt nicht, aber ich habe mit Theorie auch keine Probleme und finde das immer sehr spannend.
    Aber dein Studiengang hört sich auch sehr spannend an, gerade da ist die Praxis ja auch wesentlich wichtiger, als die Theorie. Uih da wünsche ich dir aber viel Erfolg beim Start in den Beruf und auch viel Spaß. Ich würde ehrlich gesagt auch gerne in die Richtung Online Journalismus gehen, aber weiß halt auch ,dass das viele möchten, somit habe ich mich gerade deshalb für diesen Studiengang entschiede, weil ich halt damit auch in ganz andere Richtungen noch gehen kann. Denn neben Journalismus reizt mich auch generell der Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit und könnte mir auch gut vorstellen dass im Bereich der Parteien oder für politische Einrichtungen und Institutionen zu machen.

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