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Urlaub an der Nordsee – Reisegruppe LAMM

Posted in Liebe & Leben

Langsam nimmt der Sommer ein Ende. Bevor sich die warmen Tage endgültig verabschiedeten, hatte ich die Möglichkeit, noch etwas Urlaub zu nehmen. Eine Unterkunft an der Nordsee konnten wir sehr spontan auch noch ergattern. Wir, das ist Reisegruppe LAMM – die Abkürzung steht für die Anfangsbuchstaben unserer Namen und ehrt die Liebe meiner Freundin Anna zu Schafen. Was wir zusammen so erlebt haben, will ich hier in Bildern und einigen Worten für dich und die Nachwelt festhalten. Dabei zitiere ich auch aus unserem Pärchen-Tagebuch, das wir das Fischbuch nennen – eine ganz besondere Ehre. 😉

Bevor meine Liebste und ich uns im/in Norden mit dem befreundeten Paar M & M trafen, verbrachten wir noch einige Tage in Berlin. Es fiel mir nicht ganz leicht, mich nach Urlaub zu fühlen – zu viele meiner Gedanken kreisten um den nächsten großen Schritt in meinem Leben, den ich im Anschluss gehen sollte. Doch wir verbrachten einige schöne Stunden inklusive (laienhafter) Meditation am Lietzensee und im Tiergarten.

 

Anna und Lucia lächelnd im Tiergarten (Park) bei sonnigem Wetter.
Anna und Natur – das reicht schon für einen guten Urlaub.

Ankunft in Neßmersiel: Wir bekommen das „Kinderzimmer“

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Hamburg, wo Anna jetzt lebt, begaben wir uns zu einer moderaten Zeit am Freitagmorgen auf die Reise. Im Zug von Bremen nach Norden saßen sechs Schulklassen und eine genervte Zugbegleiterin drohte den Gästen mit der Polizei, falls sie nicht ausstiegen und den nächsten Zug nahmen. Wir wurden glücklicherweise nicht rausgeworfen und so kamen wir am Nachmittag am mit M & M verabredeten Treffpunkt an. Gemeinsam erreichten wir per Auto kurze Zeit später unser Ziel: Neßmersiel. In der kleinen Ferienwohnung fühlten wir uns gleich wohl, wenngleich Anna und ich beim Münzewerfen verloren und mit dem „Kinderzimmer“ vorlieb nehmen mussten.

Flur unserer Ferienwohnung mit einer Treppe am Ende und einem Bild an der Wand, das Amsterdam zeigt.
Die Treppe da hinten führte zu unserem Zimmerchen. So hatten wir zumindest das Dachgeschoss für uns.

Von Anfang an war es stürmisch und regnerisch an der Nordsee. Gleich bei unserem ersten Besuch am Meer wurden wir fast umgepustet. Und Anna spielte Leuchtturm: *blink* … *blink* … *blink* … nichts … *blink* usw. In ihrer Gegenwart bekomme ich wirklich muskelkaterverursachende Lachkrämpfe…

Ein Plüschschaf (Plattschaf) und eine kleine rosa Plüschkatze (Punkycat) auf dem Kopfkissen unseres Bettes.
Plattschaf und Punkycat waren natürlich auch mit von der Partie. Die beiden begleiten uns immer, wenn wir einander besuchen.

Norderney: Verrücktes Wetter auf der Insel

Am Samstag fuhren wir mit der Fähre nach Norderney. Ich wurde ein bisschen seekrank. Das hinderte mich aber nicht daran, kaum angekommen, mit Anna ins Meer zu hüpfen – wir waren die einzigen Deppen in der ganzen Nordsee, die bei dem Wetter munter durch die Gegend schwammen. Kaum hatten wir uns wieder angezogen, begann auch schon ein Regen, der unsere Kleider bis zur Unterhose durchnässte. Auf der Suche nach einem Dach zum Unterstellen crashten wir versehentlich eine Hochzeit, von der sich die Beteiligten sicherlich eine andere Art der Strandromantik erwartet hatten.

Anna und Lucia rennen Hand in Hand ins Meer.
Zu sagen, dass das Wasser kalt war, wäre eine Untertreibung! 😀

Aus unserem Reisetagebuch:

„L: Puh, das war ein Erlebnis! In der Stadt angekommen wärmten wir uns erst einmal in einem Eiscafé auf. Danach trennten wir uns in L & A und M & M. Wir waren so bis auf die Knochen durchnässt, dass wir uns komplett neu einkleiden mussten. Trocken und warm genehmigten wir uns dann Pommes. Beim Bummeln danach kauften wir uns matching Fischarmbänder!
A: Es ist immer wieder toll, auf einer Insel zu sein – auch wenn Norderney eher spießig ist. Das kurze Im-Meer-Schwimmen ist wohl mein Tages-Highlight. Der Moment, in dem man zu Hause frische, trockene, warme Sachen anziehen konnte, folgt gleich darauf!“

Aufgeschlagenes Reisetagebuch mit handschriftlichen Aufzeichnungen.
In diesem Buch halten wir die schönsten Momente unserer Fernliebe fest.

Anna und die SCHAFE!

Für Tag 3 verabredeten wir, auszuschlafen und spät zu frühstücken. Zeit für neue Abenteuer wurde es erst gegen Mittag.

„L: Während M & M in eine Therme mit warmem Wasser wollten, machten wir uns wagemutig wieder auf den Weg zum MEER! Das Wetter war nach einem kurzen Regenguss auch ziemlich schön. Und! unterwegs gab es:
A: SCHAFE! Die haben gemäht! Und Lucia hat Fotos gemacht. Wir sind über Felder gelaufen und irgendwann kamen wir dann beim Meer an. Dann sind wir wieder (als einzige) ins Wasser gegangen. Brrrr…“

Viele Schafe auf einer saftig grünen Wiese.
Schafe sind Annas absolute Lieblingstiere – siehe Plattschaf. Wer ihr eine Freude machen will, schickt ihr einfach ein Schafbild.

Weil wir kein Restaurant mit einem veganen Gericht im Angebot finden konnten, verbrachten wir unseren letzten Abend auf dem Balkon unserer Ferienwohnung. Anna rauchte Pfeife und ich las ihr Geschichten vor. Ja, das sind wir…

Lucia sitzt mit angewinkelten Beinen auf einem Stuhl auf dem Balkon unserer Ferienwohnung und liest Geschichten aus einem Buch vor. Vor ihr steht der Balkontisch mit Annas Pfeife, einem Feuerzeug und Kerzen darauf.
Anna möchte keine Fotos davon öffentlich machen, aber sie sieht so richtig schön opamäßig aus mit ihrer Pfeife…

Der letzte Tag – Tschüss, Meer!

Irgendwann kam, was kommen musste: der letzte Tag, beginnend mit einem Streit am frühen Morgen. Wir hinterließen die Ferienwohnung tadellos und bei einem Kaffee in einer Gaststätte mit Meerblick beruhigten sich die Gemüter wieder. Wir waren nach Norddeich gefahren und Anna konnte einer weiteren Leidenschaft frönen: Surfer beobachten. Den Rest der Zeit verbrachten wir damit, Postkarten zu kaufen, am Deich entlang zu wandern und uns bei Regengüssen spontan in Ramschläden oder ein weiteres Café zu retten.

„A: Lucia hat mir eine Kette geschenkt! Danach schlenderten wir am Meer entlang zum Auto zurück, schließlich wollten wir uns verabschieden.
L: Rückwärts entfernten wir uns vom schönen, wilden Meer. Über den Deich gelaufen war es dann weg, das Meer. Und Anna hat sich den Berg runter gerollt.“

Anna steht mit dem Rücken zur Kamera am Meer und beobachtet Surfer.
Anna liebt Surfen. Windsurfen hat sie selbst schon ausprobiert. Diesen Sommer blieb es aber beim Zugucken.

Schließlich setzten M & M uns wieder in Norden ab. Die Zeit bis zur Abfahrt unseres Zuges nutzen wir, um in einem verträumten Kitsch-Café unsere Karten zu schreiben.

Fazit

Ich liebe das Meer. An der Nordsee war ich zum ersten Mal und offen gesagt: Ebbe und Flut sind schon etwas nervig, oder? Trotzdem fand ich es sehr schön, dort zu sein. Die veganen Optionen in Restaurants und Cafés ließen zu wünschen übrig. Als Veganer*in ist es daher wirklich sinnvoll, eine Ferienwohnung mit eigener Küche zu mieten. Anna stellte außerdem fest, dass wir besonders oft angestarrt wurden, wenn wir Hand in Hand liefen oder uns für schöne kitschige Meerfotos küssten. Mir ist das nicht so stark aufgefallen, aber ich bin es wegen meiner Haarfarbe auch gewohnt, gerade in kleineren Orten angestarrt zu werden… Wir haben entsprechend reagiert:

Lucia schreibt mit dem Fuß "Love is love is love" in den Sand.
Love is love. Anna is‘ die Schönste. Und ich hab den ultimativen Sturmstrandgammellook.

Inzwischen bin ich wieder in Berlin. Jetzt beginnt mein Leben als Freelancerin! Ja, ich habe es wieder getan und diesmal endgültig gekündigt. Mehr dazu in einem der nächsten Blogposts. Außerdem erwarten dich Teil 2 meiner Internatsgeschichte und ein Fazit zu meinem ersten Semester nach dem Studiengangwechsel. Worauf freust du dich am meisten?

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