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Ich habe mich selbstständig gemacht

Posted in Studium & Beruf

Viel ist passiert in den letzten Wochen – ich habe mich nämlich als freie Texterin selbstständig gemacht! Wow, das war ein großer Schritt. Und das, obwohl ich ihn gut vorbereitet hatte!

Von den ersten Überlegungen zum festen Entschluss für die Selbstständigkeit

Du erinnerst dich vielleicht noch an meinen Post „Ich habe gekündigt“. Das war schon ein Teilschritt in die Selbstständigkeit. Ich begann wieder zu studieren und arbeitete als Werkstudentin bei meiner alten Firma weiter. Nebenher nahm ich wieder erste Aufträge als Freie an. Wieder, weil ich das schon während meines Bachelorstudiums zwei Jahre lang gemacht hatte.

Mein Vertrag war auf ein Jahr befristet und ich hatte bereits zu diesem Zeitpunkt den Plan ins Auge gefasst, mich nach diesem Jahr selbstständig zu machen. Ein Jahr lang bereitete ich mich vor, las, recherchierte, überlegte, kaufte mir eine Webdomain, feilte an meiner Positionierung und suchte nach Wegen, meine ersten Kund*innen zu gewinnen. Außerdem sparte ich jeden Monat einen Teil meines wenigen Geldes, bis ich genug für fünf Monate Überleben ohne Einkommen zurückgelegt hatte. Trotzdem plagten mich eine Reihe von Zweifeln. Was, wenn ich keine Kund*innen finde? Was, wenn mein Angebot niemand will? Was, wenn ich mich mit meiner Positionierung total verrenne? Was, wenn ich nicht so gut bin wie ich denke?

Schreibtisch mit Laptop und Frühstück (Kaffeekanne, Haferbrei mit Apfel und Johannisbeeren).
Mein neuer Arbeitsplatz und ein großer Vorteil der Selbstständigkeit: entspannt in den Tag starten.

Meine Einstellung änderte sich im Juni, als mein erster größerer Kunde auf mich zukam, mit der Aussicht auf regelmäßige Aufträge. Ich konnte während meiner Anstellung noch nicht für ihn arbeiten, hätte aber gerne zugesagt. Nun musste ich mich schnell entscheiden – eine Wahl, die innerlich sowieso längst getroffen war: Angestellt bleiben oder selbstständig werden? Ich antwortete dem Kunden, dass ich ab September verfügbar sei. Wenige Wochen später saß ich wieder einmal meiner Chefin gegenüber und sagte ihr, dass ich meinen Vertrag nicht verlängern wollte. Und damit war es so weit: Ich raste in schnellen Schritten auf die Selbstständigkeit zu.

Los geht’s: Meine ersten Erfolge als freie Texterin

In den letzten beiden Augustwochen hatte ich meinen restlichen Urlaub. Ich nutzte die Zeit, um mich an der Nordsee zu entspannen und innerlich auf das Kommende vorzubereiten. Am 3. September 2018, einem Montag, hatte ich dann meinen ersten richtigen Arbeitstag als Selbstständige. Ich fühlte mich großartig, telefonierte direkt mit einem Kunden und zog den ersten neuen Auftrag an Land.

Schon in der dritten Woche war ich gut beschäftigt damit, alle meine Aufgaben zu erledigen. Der erste Monat lief viel besser, als ich es erwartet hätte. Und es machte mir Spaß! Ich hatte endlich wieder richtig Freude an meinem Beruf. Außerdem ist es ein unglaublich spannendes Erlebnis, sich selbst etwas aufzubauen. Daran hat sich bis jetzt nichts geändert – obwohl ich im zweiten Monat weniger Glück hatte. Im Oktober hatte ich zwar nicht so viele Aufträge und verdiente weniger. Das Ergebnis deckte sich aber viel eher mit meinen Erwartungen. Inzwischen befinde ich mich im dritten Monat und der läuft wieder ziemlich gut. Nur im September musste ich bisher auf mein Erspartes zurückgreifen, bevor ich die ersten Rechnungen schreiben konnte.

Lucia sitzt auf einem Sofa und nimmt eine Instastory auf.
Hier siehst du mich beim Aufnehmen einer Instastory für mein Business-Profil.

Mein Alltag als Freelancerin

Im Oktober begann das neue Semester und ich musste erst einmal in meinen neuen Alltag hineinfinden. Ich belege jetzt weniger Kurse, begreife mein Studium als das, was ich neben meiner Tätigkeit als Texterin absolviere. Nur an einem Tag in der Woche muss ich früh raus und zur Uni fahren. An allen anderen Tagen starte ich den Morgen in meinem Tempo. Von meiner Freundin habe ich den Kaffee im Bett schätzen gelernt. Ab zehn Uhr sitze ich an meinem Schreibtisch. Dienstags und mittwochs besuche ich nachmittags noch einen Kurs und dienstagabends gehe ich zur Chorprobe. Weil am Tag darauf nicht um acht der Wecker klingelt, kann ich dafür auch ans andere Ende der Stadt fahren…

Nach dem Auszug unseres Mitbewohners haben Mica und ich unser Wohnzimmer ganz neu gestaltet. Der große Raum fungiert jetzt auch als Büro. Ich habe einen Schreibtisch aus Glas mit einem Korbdrehstuhl direkt neben der schönen Balkontür. Unser Sofa hat einen neuen Überzug bekommen, das Pflanzentischchen neue Farbe und auch die Wände mussten wir nach einem Schimmelbefall streichen. Mit einem Couchtisch und Regalen haben wir mehr Stauraum geschaffen, sodass sich nun wunderbar Ordnung halten lässt. Ich liebe dieses Zimmer und bin stolz darauf, dass wir fast nichts dafür neu gekauft haben – wir durften die Keller und Abstellkammern unserer Freund*innen und Bekannten plündern!

Wohnzimmer mit cremefarbenem Vintage-Sofa, weißem Couchtisch, Schreibtisch aus Glas und schwarzem Schreibtischstuhl mit Korblehne.
Das ist mein Büro für werktags und unser Wohnzimmer für abends und am Wochenende.

Inzwischen ist meine Arbeit im Homeoffice ganz gut strukturiert. Meine Zweifel sind leiser geworden und ich freue mich jeden Tag darauf, neue Ideen umzusetzen. Ich stehe noch am Anfang, doch ich bin aus der Perspektive, die dieser Standpunkt mir erlaubt, gerade überzeugt davon, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

Was mache ich eigentlich als freie Texterin?

In diesem Artikel liegt der Fokus mehr auf meinen Erfahrungen mit den ersten Schritten als Selbstständige als auf der Tätigkeit selbst. Aber sicher möchtest du jetzt wissen, was genau ich mache? Kurz gesagt: Ich helfe als Texterin Unternehmen dabei, mehr Kund*innen zu gewinnen, indem sie ihre Zielgruppe so ansprechen, dass jede*r sich gemeint fühlt: inklusiv, barrierefrei und Vielfalt wertschätzend.

Hast du Lust auf mehr Beiträge über meine Selbstständigkeit und meine Arbeit als Texterin? Lass es mich wissen! Folge mir gerne auch auf meinen Business-Profilen bei Facebook und Instagram, wenn du mehr erfahren möchtest. 🙂

 

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